Denn ein anderer kann dir nicht schaden, wenn du nicht willst. 0000003272 00000 n Ich suche also einen Ausleger, und bis dahin ist gar nichts Großes an der Sache. Das Sicherste für den Anfang. XXXII, 1. – Wenn du aber selbst von dem, was dir vorgelegt wird, nichts annimmst, sondern darüber wegsiehst, so wirst du nicht bloß mit den Göttern zu Tische sitzen, sondern auch mit herrschen. Was man aber auch über dich sagen möge, kehre dich nicht daran; denn dies ist nicht mehr deine Sache. Diese Dinge passen nicht zusammen. – Was soll das heißen: ohne Unterstützung? So leicht ertrug er es, übersehen zu werden. Wenn nun etwas derart geschieht, so gib, wenn es die Umstände erlauben, dem, der so weit gegangen ist, eine Zurechtweisung. – Knüpfen dich denn die Bande der Natur an einen guten Vater? I, 3. Auf diese Weise wirst du dann, wenn dir beim Baden etwas in den Weg kommt, sogleich den Trost bei der Hand haben: Ich wollte ja nicht dieses allein, sondern auch meinen naturgemäßen Grundsatz festhalten. Also wärest doch auch du nicht so ganz ohne Nutzen für dasselbe! Denn das wäre gemein, und hieße sich ärgern über äußerliche Dinge. Bald bist du ein Athlet, bald ein Fechter, dann ein Rhetor, dann ein Philosoph, aber nichts von ganzer Seele; sondern wie ein Affe ahmst du jeden Auftritt, den du siehst, nach; und bald gefällt dir dies, bald das. 0000001268 00000 n XL. [17] I, 2. So ist's auch im Leben. 2. Ist es bei alledem deine Pflicht, hinzugehen, so gehe hin, und ertrage, was kommt, und sprich nie bei dir selbst: es war nicht der Mühe werth. Du kannst unüberwindlich sein, wenn du dich in keinen Kampf einlässest, in welchem es nicht in deiner Macht steht, obzusiegen. Der praktische Prüfungsteil in der AEVO Prüfung kann aus einer 15minütigen praktischen Durchführung z.B. Auch schweige man meistens oder spreche nur, so viel nöthig, und mit wenigen Worten. Wenn aber der Steuermann ruft, so renne zum Schiff und laß alle jene Dinge zurück, ohne dich auch nur umzuschauen. so könnte man sich das gefallen lassen. ), selbst auch Philosophen sein. Wenn du jemand weinen siehst aus Betrübniß, entweder weil sein Sohn in die Fremde gegangen ist, oder weil er das Seinige verloren hat, so gib Achtung, daß dich nicht die Vorstellung hinreiße, als sei jener im Unglück durch äußere Ursachen; sondern sprich nur sogleich: jenen drückt nicht das Begegniß selbst, – einen andern drückt es ja auch[28] nicht, – sondern was er sich darunter vorstellt. XXXVI. V. Nicht die Dinge selbst, sondern die Meinungen von den Dingen beunruhigen die Menschen. 0000000016 00000 n Dazu führt nur ein Weg: – Verachtung der Dinge, die nicht in unsrer Gewalt sind. Es trinkt einer viel[48] Wein; sage nicht: er thut Unrecht, sondern: er trinkt viel. und wenn ich höre: Chrysippus, so gehe ich zu ihm. So auch, wenn du willst, dein Sohn soll keine Fehler machen, so bist du ein Narr; du willst nemlich, Schlechtigkeit soll nicht Schlechtigkeit sein, sondern etwas anderes. Wenn du nun so Großes begehrst, so bedenke, daß du nicht mit halbem Eifer darnach greifen, sondern[18] einiges völlig verleugnen, anderes für jetzt aufschieben mußt. 158 0 obj <> endobj [34] Ich Armer!« Man sollte aber sich erinnern, welchen Eindruck es auf uns macht, wenn wir dasselbe von einem andern hören. "�e@ (��0��Pf��,�,n�X�0?a����̢�����كE�ň%�-�Ցu���u,'YXY�X"Y2�eNe�f�b�d��*̲�9�őe3;��%�k0�WVV5�O�*���̪�x`Y�Q�gLFD� In allen Fällen müssen wir folgende Sätze in Bereitschaft halten: 1. Umsonst bekommt man nichts. Was aber zum Gepränge, oder zum Luxus gehört, schneide völlig ab. XVII. Wenn es dir einmal begegnet, daß du dich nach außen wendest, in der Absicht, irgend einem zu gefallen, so wisse, daß du deine innere Stellung verloren hast. Ob man ihn auch für dumm oder unwissend hielte, er achtet es nicht; und, um es kurz zu sagen, er bewacht sich selbst wie einen Feind, und wie einen, der ihm Netze stellt. 3. Denn was ist ein Beweis? Chr., zählt zu den einflussreichsten Vertretern der späten Stoa. x�b```f``� Das ist auch – aber eben nicht nur – eine Epoche. Lache nicht viel, und nicht über vieles, und nicht ausgelassen. Die Pflichten sind so ziemlich überall den Verhältnissen angemessen. Epiktet (griechisch Ἐπίκτητος Epíktētos, lateinisch Epictetus, deutsch Epiktet; * um 50 in Hierapolis in Phrygien; um 138 in Nikopolis in Epirus) war ein antiker Philosoph. Anders aber kann dieß gar nicht geschehen, als bis du die Begriffe Gut oder Uebel von denjenigen Dingen lostrennst, welche nicht in unserer Gewalt sind, und sie ausschließlich in dasjenige verlegst, was in unserer Gewalt ist. Wenn du ihm einen andern zu einem treuen und ehrenhaften Bürger heranbildest, hast du ihm dann nichts genützt? Ist also nicht das dritte Kapitel nothwendig wegen[53] des zweiten, das zweite aber wegen des ersten? 3. Und so denke bei allem, was dir begegnet; denn du wirst finden, daß es wohl ein Hinderniß für etwas anderes ist, aber nicht für dich. 5. 4. 0000002631 00000 n Zögere zwar nicht, dich wenigstens in deinen Worten nach ihm zu richten, und wenn es sich gerade schickt, auch mit ihm zu seufzen. XXXVII. ISBN (Online): 9783110359435 IX. – Richtiger sind die folgenden: »Ich bin reicher, als du, somit ist mein Besitz mehr werth, als der deinige«; »ich bin beredter, als du, somit ist meine Ausdrucksweise besser, als die deinige«. Aus demselben Grunde flucht der Bauer über die Götter, aus demselben der Schiffer, aus demselben der Kaufmann, aus demselben diejenigen, welche Weib und Kind verlieren. August 3, 2019 August 3, 2019 Leave a Comment on EPIKTET HANDBCHLEIN DER MORAL PDF This website uses cookies to improve your experience. 0000003493 00000 n Ist es nemlich etwas von den Dingen, die nicht in unsrer Gewalt sind, so kann es schlechterdings weder ein Gut, noch ein Uebel sein. X. Vergiß nicht, bei jedem Vorfall in dich zu gehen, und zu untersuchen, welches Mittel du besitzest, um daraus Nutzen zu ziehen. Aber ich verstehe seine Schriften nicht. Lobt ihn jemand, so lacht er bei sich selbst über den, der ihn lobt, und wenn er getadelt wird, so vertheidigt er sich nicht. Zerbricht er dann, so wird es dich nicht anfechten. Willst du Fortschritte machen, so laß es dir gefallen, daß man dich in Bezug auf äußere Dinge für[26] dumm und einfältig hält. Wie theuer verkauft man den Lattich? Epiktet: Handbüchlein der stoischen Moral 5 wirst du unglücklich sein. Oft in das Theater zu gehen, ist nicht nothwendig. Es ist nun nicht möglich, daß er dem folge, was du für richtig hältst, sondern dem, was er dafür hält. XXXIII, 10. XXVI. XX. DE GRUYTER. 0000001169 00000 n Wenn sie nun sehen, daß sie kein anderes Verdienst haben, als daß sie bei den Männern wohnen, so fangen sie an, sich zu putzen, und hierauf alle ihre Hoffnungen zu setzen. 0000000556 00000 n XXXIII, 11. Die Frauenzimmer werden sogleich vom vierzehnten Jahre an von den Männern Herrinnen genannt. Wär' ich ein Feigling; aber folgen müßt' ich doch. Ein Mensch aus einem Guß mußt du sein, entweder ein guter, oder ein schlechter. Denn auch die Schafe tragen nicht das Gras her, um den Hirten zu zeigen, wie viel sie fressen, sondern verdauen das Futter in wendig; auswendig aber geben sie Wolle und Milch. Tod und Verbannung und Alles, was als schrecklich erscheint, soll dir täglich vor Augen schweben, am meisten[30] aber der Tod; so wirst du nie weder an etwas Gemeines denken, noch etwas allzuheftig begehren. Erstdruck der griechischen Textes, herausgegeben von G. Haloander: Basel 1529. Denn so weit ihr Nutzen reicht, reicht auch ihre Frömmigkeit. Stelle dir ein Muster und Vorbild auf, und lebe ihm nach, sowohl wenn du allein bist, als wenn du unter die Leute kommst. XXXIII, 12. Ebenso einen Lahmen, einen Herrscher, einen gemeinen Mann. Auch sei es ferne von dir, Lachen zu erregen; denn das ist ein Betragen, das sehr leicht in Gemeinheit übergeht, und zugleich kann es die Wirkung haben, die Achtung deiner Nebenmenschen vor dir zu mindern. Hinzu kommen, wie Hinzu kommen, wie schon ausgeführt wurde, die Ideen von Georges Canguilhem (1904-1995, vgl. Gehst du aber darüber hinaus, so wirst du unfehlbar vollends wie von einer steilen Höhe heruntergerissen werden. Bedenke, daß nicht derjenige dich kränkt, welcher dich schmäht, oder schlägt; sondern die Meinung, als liege darin etwas Kränkendes. Daß aber du selbst deinen Geist dem nächsten besten preisgibst, so daß er in Aufregung und Verwirrung geräth, wenn man dich schilt, – schämst du dich dessen nicht? Die Natur kennen lernen, und ihr[51] folgen. LI, 1. Wenn dir statt Zwiebelchen und Muschelchen ein Weibchen oder Kindchen geschenkt wird, so wird nichts dagegen einzuwenden sein. Han kom til Roma som slave, hvor han ble frigitt og levde store deler av sitt liv, inntil han ble tvunget til eksil i … 2. Wofern du nun Dinge, die von Natur völlig abhängig sind, für frei, und Fremdes für Eigenthum ansiehst, so vergiß nicht, daß du auf Hindernisse stoßen, in Trauer und Unruhe gerathen, und Götter und Menschen anklagen wirst. [38] Denn sobald du etwas von den ersteren für ein Gut oder für ein Uebel ansiehst, kann es nicht anders sein, als daß du diejenigen anklagst und hassest, welche schuld daran sind, daß dir etwas entgeht, was du dir wünschest, oder daß dir etwas widerfährt, was du nicht wünschest. Wenn nun einer den Groschen bezahlt, und Lattich dafür bekommt, du aber bezahlst nichts, und bekommst nichts, so glaube nicht, daß du weniger habest, als der, welcher etwas bekommen hat. LII, 1. So handelten Diogenes und Heraklit und ihresgleichen, und deßhalb waren und hießen sie mit Recht göttliche Menschen. [19] II, 1. Hievon mache nun die Anwendung auch auf Wichtigeres. C. Musonius Rufus aus dem etruskischen Volsinii (um 30 – um 100) in Rom lehrender Stoiker, zweimal (unter Nero und unter Vespasian und Titus) in der Verbannung Epiktet… Jahrhundert ihre Gefühlswelt gegen die von der Aufklärung geforderte Vernunft verteidigt haben. daß man nicht lügen soll. Wenn dir jemand hinterbringt, daß der oder jener Schlimmes von dir rede, so vertheidige dich nicht gegen das Gesagte, sondern antworte: Der wußte also nichts von meinen übrigen Fehlern, sonst würde er wohl nicht bloß von diesen gesprochen haben.[42]. Ausgewählte Schriften. Es ist das Merkmal einer gemeinen Natur, wenn Einer bei körperlichen Dingen lange verweilt, z.B. Es wäre nun wohl der Mühe werth, sie merken zu lassen, daß man sie nur dann ehren wolle, wenn sie sich bescheiden und sittsam aufführen. Wenn jemand deinen Körper jedem, der dir begegnet, preisgäbe, so würdest du es übel aufnehmen. Wenn du also einem Freund, oder dem Vaterland in der Gefahr beistehen sollst, so frage nicht den Seher, ob du ihnen beistehen sollst. Des Schreiens aber und Beifall-Zulachens, oder häufiger Mitbewegungen enthalte dich gänzlich. Bei Allem, was die Seele ergötzt, oder Nutzen schafft, oder dir lieb und werth ist, vergiß nicht, ausdrücklich zu erwägen, welcher Art es sei, und fange beim Geringsten an. Verlange nicht, daß die Dinge gehen, wie du es wünschest, sondern wünsche sie so, wie sie gehen, und dein Leben wird ruhig dahin fließen. XXXIII, 8. Es kamen sogar Leute zu ihm, welche von ihm den Philosophen vorgestellt sein wollten, und er führte sie hin. oder der, welcher nicht im Gefolge mitgeht, so[33] viel wie der, welcher mitgeht, und welcher nicht lobt, so viel wie der, welcher lobt? Liebe, Schuld und Wahrheit in Wien gegen Ende des 19. XIII. Wir sterben und doch leben wir. XIX, 1. Wenn ihr mir aber zumuthet, ich soll die Güter, die mir selbst gehören, verlieren, damit ihr erlanget, was kein Gut ist, so erkennet doch, wie unbillig ihr seid, und wie unverständig. denn das bringt Ehre. Der Standpunkt und das Kennzeichen eines gewöhnlichen Menschen ist dies: er erwartet niemals von sich selbst Nutzen oder Schaden, sondern von äußerlichen[50] Dingen; der Standpunkt und das Kennzeichen eines Philosophen: er erwartet allen Nutzen und Schaden von sich selbst. Und in wiefern wirst du der Garnichtssein, da du doch nur in den Dingen etwas sein sollst, in welchen es ganz bei dir steht, dich auf's höchste auszuzeichnen? Du willst damit, daß Dinge, die nicht in deiner Gewalt sind, in deiner Gewalt sein sollen, und was nicht dein ist, soll dir gehören. Von Epiktets Schüler Flavius Arrianus um 120 notierte und aus Epiktets »Diatribai« (Unterhaltungen) zusammengestellte Sammlung. endstream endobj 166 0 obj<> endobj 167 0 obj<> endobj 168 0 obj<> endobj 169 0 obj<>stream Ist es aber ein Uebel, so klage nicht, daß es dich nicht betroffen hat. Hast du nun nichts zum Ersatz für das Gastmahl? Welche Stellung werde ich nun im Staate einnehmen? Der Text folgt der Übersetzung durch Carl Conz von 1864. 2. XLVII. So wird es dir nicht begegnen, daß die innere Ueberzeugung, welche du gewonnen hast, etwas anderes enthalte, als die handgreifliche sinnliche Wahrnehmung. I, 5. 5. Glaubst du, du könnest, während du solche Dinge treibst, ebensoviel essen, ebensoviel trinken, eben solche Begierden haben, und ebenso mißvergnügt sein? XXI. Diesmal sprechen wir über Epiktet. Jahrhunderts. 158 13 Ist es etwa dein eigen Werk, mit einem Amte bekleidet, oder zur Tafel gezogen zu werden? Wo nicht, so muß er ein Sklave sein. – Es genügt aber, wenn jeder sein Werk recht thut. XXXVIII. Da ist keiner, der nicht spräche: »So geht's in der Welt.« Stirbt aber einem sein eigenes, gleich ruft er: »Oh weh mir! 7. Ebenso kannst du nun auch vom Nachbar, vom Bürger, vom Feldherrn herausfinden, was (für ihn) Pflicht ist, wenn du dich gewöhnst, die Verhältnisse zu berücksichtigen. Wofern du aber sowohl jenes begehrst, als auch herrschen und reich sein willst, so wirst du vielleicht nicht einmal dieses letztere erlangen, gerade weil du zugleich nach dem ersteren strebst. Das dritte dient zur Begründung und Erklärung des vorigen, z.B. Von dem Trieb macht er in allem nur mäßigen Gebrauch. Bedenke, daß du Schauspieler bist in einem solchen Stück, wie es eben dem Dichter beliebt; ist es kurz, in einem kurzen; ist es lang, in einem langen. Das nothwendigste aber, und das, bei welchem man verweilen sollte, ist das erste. Der Wille der Natur läßt sich erkennen aus dem, worüber keine Meinungsverschiedenheit unter uns herrscht. Ich werde ihn aber nicht festhalten, wenn ich mich über das Vorgefallene ärgere. Fange also mit geringfügigen Dingen an. Bisweilen aber, wenn die Umstände zum Reden auffordern, sollst du reden; aber nicht von jenen alltäglichen Dingen, nicht von Fechterspielen, nicht von Pferderennen, nicht von den Athleten, nicht von Essen und Trinken, wovon man allerorten redet, besonders aber nicht von Personen, weder tadelnd, noch lobend, noch vergleichend. Nein, sondern an einen Vater. Ich aber, was will ich? Denn wisse: wenn einer einen unfläthigen Menschen zum Kameraden hat, so muß er, der sich mit ihm einläßt, ebenfalls besudelt werden, auch wenn er selbst vielleicht rein ist. Er zählt zu den einflussreichsten Vertretern der späten Stoa. VI. Dein Kind ist gestorben; – es ist zurückgegeben worden. Auf welchen Lehrmeister wartest du denn noch, um ihm das Werk deiner[52] Besserung zu übertragen? . Wenn du dein Kind oder Weib herzest, so sage dir, daß du einen Menschen herzest. Deßhalb wird selbst ein Vater von seinem Sohne geschmäht, wenn er seinem Kinde nichts von den Dingen mittheilt, die man für Güter hält. 0000002566 00000 n 5. Welche Themen eignen sich für ein Lehrgespräch? Gutes Muths also, wie vertrauen Rathgebern, nahe dich den Göttern; und im übrigen, wenn du Rath empfangen hast, so erinnere dich, wer die sind, die du zu Berathern angenommen hast, und wem du ungehorsam wirst, wenn du nicht folgst. Was ein Widerspruch? Wenn du aber bloß dasjenige zu meiden suchst, was der Natur der Dinge, die in deiner Gewalt sind, zuwider ist, so wird nichts von dem widerfahren, was du meiden willst. XLVI, 1. H�\U TTG���~7B\��Zd nh��V\pA�I"��&H�hԘhB\�$�s��xL0ژh�8 ��㾎�h\ftcsԮy0�9��{�?�꿪��ի[ -� #��&�g=����J\��9 }. Auch sprich nicht, wenn du Wasser trinkst, bei jeder Gelegenheit: ich trinke Wasser. II, 2. Es will immer noch nicht kommen: – blicke nicht aus der Ferne begehrlich darauf hin, sondern warte, bis es an dich kommt. Wir sind In Bezug auf das Leibliche versieh dich nicht weiter, als mit dem schlechthin nothwendigen Bedarf an Speise, Trank, Kleidung, Obdach, Dienerschaft. Umarme nicht die Bildsäulen, sondern wenn dich einmal heftig dürstet, so nimm frisches Wasser in den Mund, und speie es wieder aus, und sage es niemand. Ordet «Epiktetos» betyr simpelthen «ervervet». Ich frage: wie so keine Unterstützung? Die Dinge aber, welche nicht in unserer Gewalt stehen, sind schwach, und völlig abhängig; sie können verhindert und entfremdet werden. Gedanken, wie die folgenden, laß dich nicht anfechten: Ich soll in Schande leben, und als der Garnichts auf der Gotteswelt. – Mit dem Unterschied jedoch, daß ich statt des Homer den Chrysipp auslegen kann! Wenn du nun bei einem andern zu Gast geladen bist, so vergiß nicht, daß man nicht bloß darauf sehen darf, welchen Werth das Aufgetragene für den Leib hat, sondern daß man auch die Schicklichkeit gegenüber dem Wirth beobachten muß. xref Denn wenn die Schande ein Uebel ist, so kann dir das Uebel ebensowenig durch einen andern aufgenöthigt werden, als etwas Sittlich-schlechtes. Griechisch - Deutsch. Denn was einmal über das Maß hinaus ist, hat keine Gränze mehr. ... Vor bald 2000 Jahren aufgezeichnet und doch überraschend aktuell, sind Epiktets Encheiridion und seine Lehrgespräche Werke, die man immer wieder einmal lesen kann und welche bei jedem Lesen bereichernd wirken. endstream endobj 159 0 obj<> endobj 161 0 obj<>>> endobj 162 0 obj<>/ProcSet[/PDF/Text]/ExtGState<>>> endobj 163 0 obj<> endobj 164 0 obj<> endobj 165 0 obj<>stream … Epiktet Lehrgespräche Eplkur Lehrbriefe Skeptiker Sextus Empiricus Grundriß der pyrrhonischen Skepsis Sp'dtantike: Neuplatonismus Plotin Das erste Gute Entstehung und Ordnung der Dmge nach dem Ersten Die Natur, die Betrachtung und das Eine . Wirfst du aber dieses von dir, um dem Staate zu nützen, welchen Nutzen hätte er wohl von dir, wenn du ehr- und treulos geworden wärest? In den kom - pletten Lehrgesprächen (z. 0000002231 00000 n Du willst in Olympia siegen? – Es wird keine Säulengänge und keine Bäder durch dich bekommen. XV. Wo nicht, so wirst du dich wie die Kinder betragen, welche bald die Rolle eines Ringers spielen, bald die eines Fechters, das einemal Trompeten blasen, dann wieder ein Schauspiel aufführen. Erst das zweite ist das von den Beweisen, z.B. Epiktet. Jedes Ding hat zwei Handhaben, eine zum Anfassen, die andere nicht zum Anfassen. Auch den Polynikes und Eteokles entzweite eben das, daß sie die Alleinherrschaft für etwas Gutes hielten. Denn besser ist es, Hunger sterben, frei von Traurigkeit und Furcht, als im Ueberfluß leben mit Unruhe im[25] Herzen; und besser ist's, daß der Junge ein Bösewicht werde, als daß du unglücklich seiest. 4. Krankheit ist ein Hinderniß des Körpers, aber nicht des Willens, wenn er nicht selbst will. So sprich z.B. Spitze der Kaiser oder Caesar stand. Denn, ist es unrecht, was du thust, so meide die That selbst: ist es aber recht, was fürchtest du dich vor denen, die es unrecht schelten wollen? – Wisse nun, daß du, wenn das deinige ebenfalls zerbricht, dich ebenso betragen mußt, wie wenn das des andern zerbricht. Dein Landgut wurde dir genommen. Es genüge dir also durchaus, ein Philosoph zu sein. Aber achte auf das, was vorangeht, und was nachfolgt; dann greife das Werk an. Wenn du im Begriff stehst, dich mit jemand in ein Gespräch einzulassen, besonders mit einem von[43] denen, welche für sehr vornehm gelten, so stelle dir vor, was in diesem Fall Sokrates oder Zeno gethan hätte, und du wirst nicht verfehlen, dich den Umständen angemessen zu betragen. Denn du bist nicht mit Ueberlegung an eine Sache gegangen, und nicht mit Umsicht, sondern auf Gerathewohl, und mit frostigem Interesse. Berlin [o.J.]. . In solcher Freiheit kann Paulus nun – wahrscheinlich schreibt er diesen Brief gerade aus dem Gefängnis – sagen: ‚Wir sind unbekannt, und doch bekannt. XIX, 2. Wisse nemlich, daß es nicht leicht ist, die naturgemäßen Grundsätze, die du hast, und zugleich die äußeren Dinge im Auge zu behalten. Romantik! Wie es aber auch sein mag, man wird einen guten Gebrauch davon machen können; und das kann dir niemand wehren. – Ja doch! XXXIII, 9. Erstdruck (in lateinischer Übersetzung durch Angelus Politianus) unter dem Titel »Epicteti Stoici Enchiridion«: Bologna 1497. Willst du auf größerem Fuß leben, so kommt zuerst ein vergoldeter Schuh, dann ein purpurner, dann ein gestickter. 15. Wenn das Pferd sich stolz erhebend spräche: wie schön bin ich! Das heißt die Sache da nehmen, wo sie anfaßbar ist. – Wer hat dir denn gesagt, daß dieß zu den Dingen gehöre, die in unsrer Gewalt sind, und nicht vielmehr etwas sei, das uns fremd ist? XII, 1. XLIII. Hinweg also mit deinem Widerwillen von allem dem, was nicht in unsrer Gewalt ist, und trage ihn über auf das, was der Natur der Dinge, die in unsrer Gewalt sind, zuwider ist. Du bist also ungerecht und ungenügsam, wenn du, ohne den Preis zu bezahlen, um welchen man jene Dinge verkauft, sie umsonst erlangen willst. %PDF-1.5 %���� So ist z.B. Diejenige, welche du einnehmen kannst, ohne daß du aufhören mußt, beides, ein treuer und ein ehrliebender Mensch zu sein. Mir selbst aber wird lauter Glück geweissagt, sofern ich nur will; denn was immer von jenen Dingen sich ereignen mag, es steht bei mir, Nutzen daraus zu ziehen.[29]. Sokrates ist dadurch vollkommen geworden, daß er in allem, was ihm vorkam, auf nichts anderes, als auf die Vernunft achtete. Entweder mußt du den herrschenden Theil deiner selbst ausbilden, oder die äußere Seite, entweder auf das Innere deine Kunst verwenden, oder auf das Aeußere; d.h. entweder die Stellung eines Philosophen, oder die eines gewöhnlichen Menschen einnehmen. Denn ehe du die Absicht kennst, woher weißt du, ob er Unrecht thut? Denn wie kann derjenige, welcher einem andern keine Aufwartung macht, so viel bekommen, wie der, welcher sie macht? Hast du nur einmal Zeit und Aufschub gefunden, so wirst du dich um so leichter beherrschen. I, 1. 5. Wenn wir heute etwas romantisch finden oder nennen, schwingt darin die Sehnsucht und die Leidenschaft der jungen Autoren, die seit dem Ausklang des 18. – Das hast du, daß du den nicht zu loben brauchtest, welchen du nicht loben wolltest, und daß du dir nichts gefallen lassen mußtest von seinen Thürstehern. Und wenn jemand zu dir sagt, du wissest nichts, und es beißt dich nicht, so wisse, daß du bereits einen Anfang in der Sache gemacht hast. Vergiß nicht, daß du dich (im Leben) wie bei einem Gastmahl betragen mußt. Kommt Anstrengung, so findest du Ausdauer; kommt Schmach, so findest du Kraft zum Erdulden des Bösen. Bei allem, was du thun willst, achte auf das, was vorangeht, und was nachfolgt, und so mache dich daran. Denn wenn einer eine richtige Satzverbindung für falsch hält, so schadet dies der Satzverbindung nichts, sondern dem, welcher sich geirrt hat. Wenn du auch jetzt noch fahrläßig und leichtsinnig bist, immer einen Aufschub um den andern machst, und immer wieder neue Tage festsetzest, nach deren Verfluß du für dich selbst Sorge tragen willst, so wirst du, ohne es zu merken, dahintenbleiben, und bis an's Ende ein Laie bleiben – im Leben und im Sterben. Denn es ist allem, was da lebt, angeboren, das, was ihm schädlich vorkommt, sammt seiner Ursache zu fliehen und zu meiden, das Nützliche aber sammt seiner Ursache zu begehren und zu bewundern. Alles, was du für das Beste erkannt hast, sei dir unverbrüchliches Gesetz. • Biographie • Handbüchlein der stoischen Moral Von Epiktets Schüler Flavius Arrianus um 120 notierte und aus Epiktets »Diatribai« (Unterhaltungen) zusammengestellte Sammlung. XLVIII, 1. –. – Wer kann einem andern geben, was er selbst nicht hat? 3. Ebenso halte es in Bezug auf Kinder, Weib, Aemter und Reichthum; dann wirst du einst ein würdiger Tischgenosse der Götter sein. So wirst du niemals die Götter tadeln, noch sie beschuldigen, als bekümmern sie sich nichts um dich. So auch du! So erwirb, heißt es jetzt, daß wir auch etwas haben! XXVIII. 13. XXIII. Diese letztere allein ist etwas Großes. Sodann beim Kampfe selbst mußt du dich mit Sand überschütten lassen. Wenn du zum Orakel gehst, so erinnere dich, daß du nicht weißt, was geschehen wird, sondern daß[39] du kommst, um es von dem Seher zu erfahren. Wenn du deinen Knecht herbeirufst, so denke: es kann sein, daß er es nicht gehört hat; und wenn er es gehört hat, daß er nichts von dem thut, was du haben willst. Epiktet's Handbüchlein der stoischen Moral. – Nicht in unserer Gewalt sind: Leib, Vermögen, Ansehen, Aemter, kurz: Alles, was nicht unser eigenes Werk ist. Dies vermagst du.[31]. Er verkauft es aber für Lob; er verkauft es für Aufwartung. Bestrebe dich, jeder unangenehmen Vorstellung sofort zu begegnen mit den Worten: du bist nur eine Vorstellung, und durchaus nicht das, als was du erscheinst. XLI. Deßhalb versuche es vor Allem, dich nicht von der Vorstellung hinreißen zu lassen. Und so bei jedem Geschäfte. – Du sollst aber den Kopf nicht hoch tragen; sondern was dir das Beste zu sein dünkt, das halte fest, gerade so, als ob du von Gott selbst auf diesen Posten gestellt worden wärest; und bedenke, daß dich, wenn du immer auf dem Gleichen beharrst, diejenigen, welche dich zuerst verlacht haben, zuletzt bewundern werden. 2. – Wenn ich erwerben kann ohne Verletzung des Ehrgefühls, der Treue und der großherzigen Gesinnung, so zeige mir den Weg, und ich will es thun. So stelle auch du nicht deine Wissenschaft vor den Laien zur Schau, sondern, wenn du sie verdaut hast, die Werke. XXXIII, 2. Die Begierde hat er ganz aus sich entfernt, den Widerwillen aber nur auf das gelenkt, was der Natur der Dinge zuwiderläuft, die in unsrer Gewalt sind. Du bist kein Knabe mehr, sondern bereits ein Mann in reifem Alter. Auch sprich unter Laien nicht viel von den Lehrsätzen der Wissenschaft, sondern handle nach denselben. – Wenn du also von deinen Vorstellungen einen naturgemäßen Gebrauch machst, dann magst du stolz sein; denn alsdann bist du stolz auf einen Vorzug, der dir gehört. Erblickst du einen Schönen oder eine Schöne, so wirst du ein Mittel dagegen finden, – die Selbstbeherrschung. 2. Wenn du zu einem großen Herrn gehst, so stelle dir vor, du werdest ihn nicht zu Hause treffen, man werde vor dir verriegeln, man werde dir die Thüren vor der Nase zuschlagen, er werde sich nichts um dich bekümmern. Stehst du aber zufällig unter Fremden allein, so schweige. XXXIII, 6. Und wer das Unvermeidliche mit Würde trägt. Wenn du dabei[46] stehen bleibst, so wirst du Maß halten. Wenn du etwas thust, wovon du dich überzeugt hast, daß es gethan werden muß, so vermeide es nie, gesehen zu werden, während du es thust, auch wenn der große Haufe anderer Meinung darüber sein sollte. Wohin es mir von euch zu gehn verordnet ist. Wenn du einen hochgeehrten, oder vielvermögenden, oder sonst angesehenen Mann siehst, so hüte dich, daß du nicht, von der Vorstellung hingerissen, ihn glücklich preisest. Wenn es dir aber schicklich scheint, dich mit der Sache zu befassen, so gib wohl Achtung, daß dich nicht das Reizende, Angenehme und Verführerische derselben überwinde, sondern stelle dir vielmehr vor, wie viel wohler dir das Bewußtsein thun muß, einen solchen Sieg erkämpft zu haben.